heißgemachte britische Eingangsstufe

Ende 80er waren die klassischen Briten für viele Musiker schnell zu zahm, da traten dann wahre Genies wie Jose Arredondo an um den Kisten ordentlich "wummes" zu verpassen.

hot rodded Brite

Das Signal trifft auch hier auf den 34K den wir schon von der originalen Schaltung kennen, mit dem selben Ergebnis, auch der Kathodenwiderstand und Kathoden-Bypasskondensator sind identisch zum Original.

Schauen wir uns also die Unterschiede an:

Der Anodenwiderstand ist mit 330K statt 100K ordentlich groß, was in einen dunkleren Sound, mehr Kompression und anständig mehr Verstärkung resultiert. Ausgekoppelt wird hier auch nicht mit 22n, sondern mit einen recht kleinen 2,2n Koppel-Kondensator, was zusammen mit den 1Mohm des Gainpotis einen Hochpassfilter ergibt, der eine Knie-Frequenz von ca. 70Hz hat. Das Signal ist also orndentlich tight und fokussiert, da tiefe Frequenzen unter 70Hz die nächste Stufe erst gar nicht erreichen.

Nach dem Koppelkondensator sehen wir einen 1n Kondensator gegen Masse, der parallel zum Gainpoti liegt und höhere Frequenzen herausfiltert. Die beiden Kondensatoren funktionieren wie ein Spannungsteiler, aber frequenzabhängig, genial! Das Resultat ist ein ordentlicher Fokus auf die Mitten, da extrem tiefe und hohe Frequenzen herausgefiltert werden.

Das Gainpoti arbeitet auch hier wieder als regelbarer Spannungsteiler um zu regeln wie viel Signal die nächste Stufe erreicht, so weit, so bekannt. Interessant ist aber dass die bleeder-Kondensatoren schaltbar sind, welche, wir erinnern uns, die Höhen erhalten sollen, wenn man Gain in niedrigen Einstellungen fährt. Hier haben wir die Wahl zwischen klassischen 470p wie wir sie schon aus dem Klassiker kennen, aber auch gar keinen bleeder-Kondensator für die die es dunkler mögen, und 1n, was in einem signifikanten Boost der Mitten und hohen Frequenzen resultiert.

einfach Erklärt
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