klassische HiGain Eingangsstufe

Die ypische Eingangsstufe eines, wenn nicht DES amerikanischen HiGain-Verstärkers der späten 80er und frühen 90er Jahre

higain Klassiker

Das Signal trifft auch hier wieder auf den 68K den wir schon von der Clean-Schaltung kennen, mit dem selben Ergebnis.

Der Anodenwiderstand hat mit 220K statt 100K einen mehr als doppelt so hohen Wert, was in einen etwas dunkleren Sound, mehr Kompression und höherer Verstärkung resultiert.

Der Kathodenwiderstand ist so gewählt dass die Stufe, trotz höherem Gain auch noch anstärndig Headroom hat. Der Kathoden-Bypasskondensator ist mit 1uF recht klein, aber größer als beim britischen Klassiker gehalten und boostet die Mitten und Höhen. Die Bässe werden nicht mit geboostet, was den Amp "tight" macht, wenn man es mit Gain nicht übertreibt. Ausgekoppelt wird über einen 22nF Koppel-Kondensator.

Der anschließende 470K Widerstand mit dem parallel geschalteten 2,2n Kondensator ist, wie beim britischen Klassiker, ein Filter der für tiefe Frequenzen zusammen mit dem Gainpoti einen Spannungsteiler darstellt, aber Tiefmitten, Mitten und Höhen ungehindert zum Gainpoti durchlässt.

Das Gainpoti ist wieder ein regelbarer Spannungsteiler und regelt wie viel Signal zur nächsten Stufe gelangen soll. Auch hier finden wie wieder einen "bleeder"-Kondensator, der in niedrigen Gain-Settings die Höhen erhalten soll. Allerdings ist der mit 1n schon so groß gewählt dass nicht nur Höhen, sondern auch mittlere Frequenzen "vorbeigeschmuggelt" werden.

Der 470K Widerstand vor der zweiten Triode ist, wie der 68K vor der ersten Stufe, ein Gitterwiderstand, der zusammen mit der (Miller)Kapazität der Triode einen Tiefpassfilter ergibt, also hohe Frequenzen herausfiltert. Hier geht es aber nicht um das Herausfiltern von Radiofrequenzen, denn die Knie-Frequenz ist mit ca. 4KHz im deutlich hörbaren BEreich, es geht hier also um Soundformung. Dieser Widerstand hat aber noch eine zweite Aufgabe, denn er verhindert "Blocking-Distortion".

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